Die Siegel

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Die Siegel

Offenbarung 6

Geschichte zum Vorlesen: Vier Reiter und eine Frage (Kapitel 6)
Bibel: Offenbarung 6

1. Finde die Fälschung

Zeig zwei ähnliche Dinge — eine echte Münze und eine aus Schokolade, ein Foto und eine Zeichnung davon. Wie erkennt man den Unterschied? Meistens muss man genauer hinsehen oder es benutzen, bevor sich die Fälschung verrät.

Kapitel 6 handelt davon, dass jemand auffliegt.

2. Jemand wollte die Schriftrolle

Jesus ist der Einzige, der die Rolle öffnen darf, und jetzt fängt er an.

Aber da ist jemand, der sie sehr gern selbst gehalten hätte: Satan. Und hier liegt der Punkt — viele Menschen halten ihn überhaupt nicht für den Bösen. Sie halten ihn, wenn überhaupt, für aufregend, stark oder frei.

Die vier Reiter sind die Art, wie das auffliegt.

3. Vier Siegel, vier Schritte

Achte darauf, was über die ersten vier Siegel passiert. Das ist eine Abfolge, nicht vier zufällige Katastrophen.

  • Erstes Siegel — ein Reiter zieht aus und sieht großartig aus, wie ein siegreicher Held. Das ist die Werbung.
  • Zweites Siegel — dieselbe Macht nimmt den Frieden weg. Sie fängt Streit an.
  • Drittes Siegel — jetzt gibt es Hunger. Menschen haben zu wenig.
  • Viertes Siegel — und am Ende des Weges: der Tod.

Vier Schritte, und die Maske ist ab. Was am Anfang heldenhaft aussah, zeigt sich als das, was es immer war.

4. Aber es tut weh

Das ist wirklich nützlich — jetzt kann es jeder sehen. Aber es hat einen Preis, und die Offenbarung verschweigt ihn nicht: Die Menschen, die es schon wussten, leiden in der Zwischenzeit.

Deshalb rufen sie beim fünften Siegel: „Wie lange noch?"

Und beachte, was Jesus nicht sagt. Er sagt nicht „Hört auf zu klagen." Er sagt sinngemäß: Ihr habt recht. Sie bekommen weiße Kleider und sollen noch ein wenig warten.

Zu hören, dass man recht hat, wenn etwas falsch ist, ist keine Kleinigkeit.

5. Das sechste Siegel

Dann kommt das sechste Siegel, und die ganze Welt wird auf einmal erschüttert. Alle — Könige, Feldherren, alle — sind völlig überwältigt.

Sie hatten Jesus nicht für so stark gehalten. Sie hatten sich die ganze Zeit darüber getäuscht, wer wirklich das Sagen hat.

6. Wozu das gut ist

Die Siegel sind nicht Gott, der die Beherrschung verliert. Sie sind eine Maske, die fällt. Das Böse darf seinen eigenen Weg weit genug gehen, dass alle sehen, wohin er führt.

Und Jesus ist nicht der Einzige, der stark ist. Er hat auch ein Heer — das ist nächstes Mal dran, und es sieht ganz anders aus, als man denkt.

Merkvers: „Das Lamm ist würdig, die Buchrolle zu öffnen." (nach Offenbarung 5,9)

Schau selbst hin

Zwei stille Minuten. Niemand muss etwas laut sagen.

Die Pferde sind laut und der Himmel wird dunkel — schau deshalb einen Moment woanders hin. Schau den an, der die Rolle öffnet.

Es ist das Lamm. Die Spuren seines eigenen Todes sind noch an ihm.

Stell dir seine Hände am Siegel vor. Und jetzt schau ihm ins Gesicht. Ist er wütend? Hat er es eilig? Ist er traurig?

Und wen schaut er an, während er öffnet?

7. Gebet

Jesus, danke, dass du die Wahrheit darüber sagst, was wirklich böse ist, auch wenn es aufregend aussieht. Danke, dass du uns nicht abwimmelst, wenn wir „Wie lange noch?" rufen. Hilf uns zu warten, ohne aufzugeben. Amen.

Anhang: Ideen für die Leitung

Einstieg: Das Fälschungsspiel. Zwei ähnliche Gegenstände, einer echt.

Bastelidee: Vier kleine Karten mit den vier Reitern in der richtigen Reihenfolge, je ein Wort darauf: sieht toll aus / Streit / Hunger / Tod. Die Karten in eine Reihe zu legen macht das Argument sichtbar.

Fragen:

  1. Warum sieht der erste Reiter wohl so beeindruckend aus?
  2. Hast du dir schon mal etwas gewünscht, das dann ganz anders war als die Werbung?
  3. Was machst du, wenn etwas ungerecht ist und nicht sofort in Ordnung gebracht wird?

Liedvorschläge: Ein Lied darüber, dass Gott alles in der Hand hat; ein ruhigeres übers Warten.

Vorbereitungshinweis: Die jüngeren Kinder dieser Altersgruppe finden Kapitel 6 manchmal beängstigend. Halte das Tempo zügig und lande deutlich bei Abschnitt 6 — die Siegel sind eine fallende Maske, kein Angriff Gottes.