Die tausend Jahre

Lesezeit: 3 Minuten

Die tausend Jahre

Offenbarung 20

Geschichte zum Vorlesen: Die Herrschaft, die man nicht sehen konnte (Kapitel 20)
Bibel: Offenbarung 20

1. Erwachsene, die sich uneinig sind

Sag der Gruppe ehrlich: Über dieses Kapitel streiten Christen am meisten. Vernünftige, fromme Menschen lesen es unterschiedlich, und das seit Jahrhunderten.

Das lohnt sich vorzuleben. Man darf sagen: „Menschen sind sich uneinig, und das denken wir, und das ist der Grund dafür."

2. Die Geschichte bis hierher, in einem Zug

  • Satan hat verloren, als Jesus das erste Mal kam — richtig verloren.
  • Hier wird er nicht nur aus dem Himmel geworfen, sondern im Abgrund angekettet, damit er nicht tun kann, was er am liebsten täte: die Völker verführen.
  • Deshalb kann die Gemeinde ihre Arbeit tun. Deshalb geht die gute Nachricht überallhin.

3. Regieren, aber anders als gedacht

Dann wird uns gesagt, dass die Gemeinde mit Christus regiert.

Und unsere Art zu regieren sieht von außen seltsam aus. Manchmal sieht sie genau wie Verlieren aus. Der Text erwähnt die, die um ihres Zeugnisses willen enthauptet wurden — und sagt, sie seien die, die regieren.

Das ist das Bild, und es ist dasselbe wie in Kapitel 11: Selbst in unserer größten Schwäche, selbst im Tod, werden wir wie Könige behandelt. Nicht trotz der Schwäche. Darin.

4. Das letzte Aufbäumen

Am Ende wird Satan freigelassen, sammelt alles, was er noch hat, und greift an.

Und es verpufft. Feuer fällt herab, und es ist vorbei — schneller als jeder Kampf im ganzen Buch. Wie ein Feuerwerk, das eindrucksvoll aufsteigt und dann einfach aufhört.

Zwanzig Kapitel lang hat er darauf hingearbeitet, und es dauert einen Vers.

5. Die Bücher

Dann der große weiße Thron, und Bücher werden geöffnet, und alle stehen dort — alle, ohne Ausnahme und ohne Möglichkeit, wichtig zu sein.

Und es kommt auf eines an: ob jemand Jesus hereingelassen und sich davon hat verändern lassen.

6. Das freundlich sagen

Kinder dieses Alters fragen nach Menschen, die sie lieben. Sei ehrlich und freundlich: Uns wird gesagt, dass der Richter derselbe Jesus ist, der geweint hat, der Menschen geheilt hat, die sonst niemand anfassen wollte, und der für genau die gestorben ist, die ihn getötet haben.

Wir wissen nicht alles darüber, wer in diesem Buch steht. Wir wissen genau, wie der ist, der es hält.

Merkvers: „Glücklich und heilig sind die, die an der ersten Auferstehung teilhaben." (Offenbarung 20,6)

Schau selbst hin

Zwei stille Minuten. Niemand muss etwas laut sagen.

Die Bücher werden aufgeschlagen, und daneben liegt noch ein Buch mit Namen darin.

Stell dir vor, jemand sucht deinen Namen.

Wer sucht? Wie sehen seine Hände aus? Und was macht sein Gesicht, wenn er ihn findet?

Wenn dich dieses Bild erschreckt, schau noch einmal auf seine Hände. Da sind immer noch die Löcher drin.

7. Gebet

Jesus, danke, dass Satan angekettet ist und sein Ende schon feststeht. Danke, dass wir sogar in unserer Schwäche wie Könige behandelt werden. Und danke, dass der, der richtet, der ist, der uns am meisten liebt. Amen.

Anhang: Ideen für die Leitung

Einstieg: Ein Feuerwerksbild oder, wenn möglich, eine Knallbonbon-Schnur. Großer Knall, sofort vorbei. So endet Kapitel 20 für Satan.

Bastelidee: Eine Kette aus Papierringen, auf die die Kinder Siege schreiben — kleine aus der eigenen Woche. Hängt sie durch den Raum.

Fragen:

  1. Warum werden ausgerechnet die Getöteten als Regierende beschrieben?
  2. Was sagt es uns, dass Satans letzter Angriff einen Vers dauert?
  3. Wie ist der Richter?

Liedvorschläge: Ein Lied darüber, dass Jesus regiert; zum Abschluss etwas Beruhigendes.

Vorbereitungshinweis: Sag gleich zu Beginn deutlich, dass Christen sich hier uneinig sind. Kinder, die später eine andere Sicht kennenlernen, vertrauen dir dann mehr — und sie lernen, dass Meinungsverschiedenheiten unter Gläubigen normal sind und nicht beunruhigend.