Neuer Himmel und neue Erde

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Neuer Himmel und neue Erde

Offenbarung 21–22

Geschichte zum Vorlesen: Endlich zu Hause (Kapitel 21-22)
Bibel: Offenbarung 21–22

1. Was, glaubst du, ist der Himmel?

Sammle Antworten, bevor du irgendetwas liest. Meistens kommt: Menschen wiedersehen, nichts Trauriges mehr, alles für immer schön.

Behalte sie. Sie sind nicht falsch. Sie sind nur kleiner als das, was hier steht.

2. Drei Bilder auf einmal

Der Himmel — das neue Jerusalem — wird gleichzeitig als drei Dinge beschrieben, und deshalb wirkt er zuerst verwirrend:

  • eine Stadt
  • ein Garten
  • eine Braut

Nimm sie einzeln, und es geht auf.

3. Die Stadt in der Form des Allerheiligsten

Ihre Länge, Breite und Höhe sind exakt gleich. Ein perfekter Würfel.

In der ganzen Bibel gab es nur einen anderen Würfel: das Allerheiligste im Tempel, den einen Raum, in dem man Gott am nächsten war — und in den fast niemand durfte.

Der alte Tempel hatte ein Problem. Man konnte darin Gott sehr nah sein oder sehr fern, je nachdem, in welchem Raum man stand. Also ist die neue Stadt ganz Allerheiligstes. Es gibt keinen fernen Teil mehr.

Das ist wunderbar — und es bedeutet etwas: Dieser Ort ist für Menschen, die Gott wirklich nah sein wollen. Nicht für die, die etwas von ihm herausholen wollen — das war der Becher der Hure.

4. Der Garten

Da ist ein Fluss und ein Baum des Lebens, dessen Blätter zur Heilung der Völker dienen.

Das ist Eden — das, was auf der dritten Seite der Bibel verloren ging, auf der letzten zurückgegeben. Gott wollte mit Menschen in einem Garten gehen, und jetzt tut er es.

5. Auch die Stadt ist wichtig

Beachte, dass Gott nicht einfach alle zurück in den Garten setzt.

Menschen haben sich nach Eden Städte gebaut — zur Sicherheit, weil sie auf sich allein gestellt waren. Und Gott reißt die Stadt nicht ab. Er kommt und wohnt mittendrin.

Er nimmt, was Menschen aus Angst gebaut haben, und zieht ein.

6. Und die Braut

Denn am Ende geht es um die Beziehung. Nicht um die Straßen, nicht um das Gold, nicht einmal um das Ende der Tränen — obwohl er jede einzelne abwischt.

Der Satz, auf den das ganze Buch zuläuft, ist dieser: „Siehe, die Wohnung Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen."

Der Sinn des Himmels ist, dass Gott da ist und wir bei ihm sind.

7. Die letzte Einladung

Und das Buch endet nicht mit einer Warnung, sondern mit einer Einladung. Der Geist und die Braut sagen: „Komm." Wen dürstet, der komme. Wer will, nehme das Wasser des Lebens umsonst.

Zweiundzwanzig Kapitel Drachen, Tiere, Posaunen und Schalen — und das letzte Wort ist komm.

Merkvers: „Siehe, die Wohnung Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen." (Offenbarung 21,3)

Schau selbst hin

Nimm dir für diese hier mehr Zeit. Es ist das letzte Mal, dass du hinschauen darfst.

Die Stadt kommt herunter und Gott zieht ein, und das Erste, was er tut, ist keine Rede. Er geht herum und wischt Gesichter ab.

Mach die Augen zu. Er kommt zu dir. Was wischt er weg?

Und jetzt schau hoch und hinaus. Was willst du als Erstes sehen? Wonach riechen die Früchte an dem Baum? Wer kommt da durchs Tor, auf den du gewartet hast?

Und das Allerletzte im Buch ist eine Einladung: „Komm." Was willst du darauf antworten?

8. Gebet

Vater, danke, dass das Ende darin besteht, dass du bei uns wohnst. Danke, dass du alles neu machst, statt es wegzuwerfen. Und danke, dass das letzte Wort der ganzen Bibel eine Einladung ist. Wir möchten kommen. Amen.

Anhang: Ideen für die Leitung

Einstieg: Die Himmelsfrage aus Abschnitt 1, Antworten aufschreiben. Schreib am Ende die biblische darunter und vergleicht.

Bastelidee: Baut einen Würfel aus Papier oder Bausteinen und sprecht über das Allerheiligste. Oder malt die Stadt mit einem Fluss in der Mitte und je einem Baum an beiden Ufern.

Fragen:

  1. Warum ist der Himmel wohl ein Garten und eine Stadt?
  2. Was heißt es, dass Gott bei uns einzieht, statt dass wir zu ihm ziehen?
  3. Das Buch endet mit „komm". Wen würdest du gern mitbringen?

Liedvorschläge: Etwas Fröhliches; zum Schluss ein Lied, das die Gruppe gut kennt — das ist die letzte Einheit, und sie darf sich wie ein Abschluss anfühlen.

Vorbereitungshinweis: Das ist Einheit sechzehn. Komm auf die Frage aus Einheit eins zurück — Wer hat wirklich das Sagen? — und lass die Kinder sie selbst beantworten. Sie haben inzwischen sechzehn Bilder, aus denen sie schöpfen können.